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Das war seit längerem mal wieder ein richtiger Winter: Das Jahr 2009 begann mit Schnee, eisigem Wind, dazu im Januar mehrfach mit zweistelligen Minustemperaturen. Der strenge Frost schadete jedoch den Reben wenig. Da das Frühjahr erst zögerlich, dann aber ab April recht ausgiebig mit Sonne und Wärme verwöhnte, sahen die Weinberge einen frühen Austrieb und eine Rebblüte, die mehr als zwei Wochen früher als sonst einsetzte.
Der Sommer verlief zunächst kühl und sonnenarm. Es war nicht durchgängig nass, aber immer wieder fiel Regen, der zwar eine gleichmäßige Versorgung der Weinstöcke mit allem Notwendigen sicherstellte, gleichzeitig aber für den Pflanzenschutz eine echte Herausforderung brachte: Der großflächig schlechte Gesundheitszustand vieler Rebflächen überall in Deutschland, über den auch viele Medien berichteten, war die Folge.
Einmal mehr erwies es sich, dass unsere Weinreben dank der ökologischen Erziehung keine “Mimöschen” sind; im Gegenteil können sie einige Unbill ertragen! Ihrer Robustheit (und, zugegeben: einem deutlich erhöhten Pflegeaufwand) verdanken wir, dass es bei uns kaum Schäden gab.


Spätsommer und Frühherbst brachten zu unserer Freude “Sonne satt”. Die geringen Niederschläge erlaubten es, die Trauben trotz eines dann eigentlich zu kühlen Oktobers sehr lange am Stock hängen zu lassen. Das erhöhte nicht nur ihre Süße sondern auch die Harmonisierung ihrer weiteren Inhaltsstoffe. Wir ernteten zum Teil grandiose Qualitäten, z.B. den Weissburgunder, der stolze 103 Grad Oechsle auf die Waage brachte.
Die Vergärung verlief in fast allen Fällen „spontan“, d.h. ohne Zuchthefebeifügung  – und sehr, sehr langsam: Das ist hervorragend für die Ausbildung der Geschmacks- und Bukettstoffe, aber auch riskant: Leicht schleichen sich dabei Fehlentwicklungen ein, die die Weinqualität mindern können. Da war Sorgfalt und höchste Aufmerksamkeit geboten  – und gute Nerven brauchte es auch!


An der "Quelle" alles Guten. Jörg Belz (li.) mit "hohem Besuch" auf einer Steillage

Aber es ging alles sehr gut aus. Wir freuen uns über einen echten Spitzenjahrgang. Seine Weine präsentieren sich heute in einer sehr ausdrucksvollen, aber stets freundlichen, weichen Aromatik, trotz geschmacklicher Tiefe mit einer lebendigen, spielerischen Eleganz. Das Entwicklungspotenzial, zumal beim Riesling, ist beachtlich.
Eine Weinkollektion ist zu erleben, die nicht nur den „Weinakademiker“ inspirieren kann, sondern auch all denen Freude bereitet, die „einfach nur“ genießen möchten... Zum Wohl!


Angelika Belz bei der schönsten Arbeit im Jahr.


Wir legen Wert auf Qualität:
Getreu dem Motto “Klasse statt Masse” halten wir unsere Erträge gering. Im Durchschnitt der Jahre ernten wir
deutlich weniger als die Hälfte der weingesetzlich erlaubten Höchstmenge.

Wir hegen unsere alten Reben:
Über ein Drittel unserer Weinstöcke sind älter als 40 Jahre, die meisten davon noch in heutzutage selten
gewordener “wurzelechter” Form. Diese tragen weniger und kleinere, dafür aber viel hochwertigere Trauben als junge Reben.

Wir arbeiten mit der Natur:
Unser Weinbau erfolgt unter Verzicht auf synthetische Agrochemikalien ausschließlich in kontrolliert-ökologischer
Wirtschaftsweise - uns und der Umwelt zuliebe. Dies wird uns zertifiziert unter der Kontroll-Nr. D-RP-TR-13-2517-AB
und ständig überwacht von der deutschen QC&I / EU-Öko-Kontrollstelle DE-013.

Wir bewirtschaften vielfach extreme Steillagen:
Ein beträchtlicher Teil unserer Weinbergslagen befindet sich auf Rebterrassen und in Steillagen
mit Hangneigungen von z.T. über 50 Prozent. Auch wenn man hier nur mühevolle Handarbeit einsetzen kann:
Die Qualität der Trauben lohnt es uns!

Wir bevorzugen den schonenden Weinausbau:
Behutsamkeit und äußerste Sorgfalt bei Traubenverarbeitung und Weinausbau,
unter Einsatz traditioneller Methoden, gepaart mit moderner Technik,
gewährleisten den lebendigen Charakter und den Aromareichtum unserer Weine.

Frühe Untersuchung
in der Nachbarschaft (Bad) Honnef
z
um Thema "Öko-Weinbau -
Klasse statt Masse!"




















Mehr zur Natur in Unkel
auf Michael Stemmers umfangreicher und sehr gut bebilderter Homepage www.peppix.de

Weitere Genusserlebnisse
im Einklang mit der Natur unter www.landwind.me

Die malerische Stadt Unkel am Rhein verfügt über eine uralte Weinbautradtion: Sie ist schon seit weit über tausend Jahren berühmt für ihre guten Tropfen. Damals wie heute findet die Rebe hier ideale Bedingungen für Wachstum und Reife.

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Zu verdanken ist die hohe Qualität des Unkeler Weines einer ganzen Reihe naturgegebener Vorzüge.

Dazu gehören insbesondere:
die einzigartigen Gesteinsformationen des Unterdevon mit ihren dunklen und hitzespeichernden Schieferfelsen,
die mineralstoffreichen und leicht erwärmbaren Verwitterungsböden,
die steilen, hauptsächlich nach Süden und Südwesten ausgerichteten Terrassen- und Hanglagen,
das milde, sonnenreiche Klima Unkels und seiner Weinbergsgemarkung, geborgen im Rheintal,
ringsum geschützt durch die Höhenzüge von Eifel, Westerwald und Siebengebirge