
Wie bitte? “So etwas brauchen wir gewiss nicht noch einmal!” - Mit dieser auf den ersten Blick nicht eben verkaufsfördernden Feststellung schloss das Winzerehepaar A. & J.B. aus U. die Lese und Kelterung des aktuellen Jahrgangs im November 2010 ab.
Eine seltene Plackerei war das, und das gilt für das gesamte Pensum des Jahres einschließlich der Ernte. Die Weinbergsarbeit, die ohnehin geprägt ist durch händische Sorgfalt und großen Aufwand, war derart anstrengend und intensiv, dass es wirklich körperlich hart an die Substanz ging. Die Gründe: Hoher Befallsdruck in den Rebanlagen angesichts warmfeuchter Witterung und bei der Lese ein Riesenaufwand für Selektion, Selektion und nochmals Selektion.
Und nun? “Was schert uns unser Geschwätz von gestern?” - so der Tenor bei den beiden B.’s. Denn: Die mit derartiger Plackerei geernteten Weine erwiesen sich als fair und großzügig, belohnten all die Mühe in unglaublicher Generösität: Welch ein Reifeniveau trotz erlebter Wetterunbill, welche Aromenfülle, welche Tiefe, welche Fruchtigkeit. Hier und da einige Eckchen und Käntchen - aber die sind willkommener Grundstoff zur weiteren geschmacklichen Steigerung nach einiger Zeit der Reife. Und die Lagerfähigkeit dieses Jahrgangs ist enorm!
Wir lernen: Weinbau ist eine Herausforderung, umso mehr unter schwierigen (Witterungs-)Bedingungen. Wenn aber die Annahme dieser Herausforderung ein Produkt ergibt, dessen Genuss alle vorherige Mühsal vergessen lässt, ist alles wieder gut! Das finden A. & J. B. aus U. ...
...und nun Sie!

Wir laden Sie ein: Unsere 2010er sind nun zu erschmecken und zu erleben!

An der "Quelle" alles Guten. Jörg Belz (li.) mit "hohem Besuch" auf einer Steillage
Übrigens: Erstmalig haben wir unweit Unkels in fremden Revieren gewildert und einige erstklassige Traubenpartien eines befreundeten Öko-Winzers aus Königswinter übernommen, um sie sorgsam in unserem Keller auszubauen (in der Liste mit * markiert). Dazu gehört auch Weißer Elbling, eine der ältesten Rebsorten der Welt; die Römer nannten sie “Vitis Alba”: Ein frischer, dezent zitrusfruchtiger Wein von seltener Leichtigkeit, der am Rhein kaum mehr zu finden ist.